„Wolfgang-Pauli-Institut - CNRS - INRIA“ – Die Fortsetzung einer fruchtbaren Kooperation [fr]

Am 21. November findet in der französischen Botschaft in Wien eine außergewöhnliche Zeremonie zum Ausbau der österreichisch-französischen Kooperation in der Forschung in MINT (Mathematik-Informatik-Naturwissenschaft-Technik) statt:

Das österreichische Wolfgang Pauli Institut (WPI), das größte französische nationale Forschungszentrum CNRS und das INRIA Institut mit mehreren tausend ForscherInnen auf dem Gebiet der Informatik und Angewandten Mathematik schließen Übereinkommen über die Fortsetzung und den Ausbau ihrer Zusammenarbeit im internationalen Austausch von WissenschaftlerInnen für weitere fünf Jahre ab.

Der Präsident des WPI, Georg Gottlob, Professor in Oxford und an der TU Wien, Träger des Wittgensteinpreises und des ERC advanced grant, signiert das neue Kooperationsabkommen mit dem Generaldirektor der INRIA, Antoine Petit.

Zwischen dem CNRS und dem WPI gibt es seit 2004 eine hochrangige Kooperation in Form eines „CNRS Institutes im Ausland“ (Unité Mixte Internationale, UMI). Wie Chantal Kahn-Malek von der europäischen Direktion des CNRS unterstreicht, ist das „Institut CNRS Pauli“ eine besonders erfolgreiche UMI (eine von nur 3 in Europa), die zum 4. Mal die rigorose Evaluierung durch den CNRS bestanden hat.

Der Direktor des nationalen Institutes für Mathematik des CNRS, Christoph Sorger, ist ebenfalls extra nach Wien gereist, um die Verlängerung des Vertrages zu signieren. Der neue Direktor der UMI und Vize-präsident des WPI, Thorsten Schumm, START- und ERC starting Preisträger, ist Professor für Quanten Physik an der TU Wien.
An dieser Zusammenarbeit mit Frankreich sind auch die Universität Wien und die Technische Universität Wien mitbeteiligt, die als synergetische Partner des WPI den GastforscherInnen die Infrastruktur wie Büroraum zur Verfügung stellen.

Die Rektorin der TU Wien, Sabine Seidler, und der Rektor der Uni Wien, Heinz Engl, sind persönlich anwesend, um mit WPI Präsident Gottlob entsprechende « Letter of Support » zu unterschreiben für die Kooperation mit CNRS und INRIA.
Von Seite des österreichischen Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft BMWFW nimmt Barbara Weitgruber, Chefin der Sektion „Wissenschaftliche Forschung und internationale Angelegenheiten“ an der Zeremonie teil. Das BMFWF unterstützt das WPI für diese internationale Kooperation und Nachwuchsförderung, wo die Mittel des Bundes besonders effizient eingesetzt werden, mit hoher Hebelwirkung.

Jedes Jahr besuchen 50 bis 60 französische ForscherInnen das WPI, davon 3 – 5 für längere Perioden über 6 Monate, eben im Rahmen der Abkommen mit CNRS und nun auch INRIA, um mit Wiener ForscherInnen zu arbeiten, während das Gehalt weiter in Frankreich bezahlt wird.
Zur Zeit forscht zB die INRIA-Wissenschaftlerin Marie Doumic-Jauffret für 12 Monate am WPI, im Rahmen einer interdisziplinären Arbeit (Mathematik und Biologie), über die Protein-Aggregation bei Krankheiten. Ziel der Studie ist, durch mathematische Methoden die Mechanik der Polymerisation von Proteinen zu verstehen, um effiziente Therapiemöglichkeiten ausarbeiten zu können.

Alle hohen Gäste und der Gastgeber, Botschafter Pascal Teixeira da Silva, sprechen insbesondere dem Direktor des WPI, Norbert J. Mauser, Professor an der Uni Wien, START-Preisträger und Koordinator großer europäischer ForschungsNetzwerke in Angewandter Mathematik, ihren Dank für die unermüdliche Arbeit als Hirn und Herz der österreichisch-französischen Kooperation aus.

Dernière modification : 22/11/2016

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