Tag 1 - Ein Weihnachtsgedicht [fr]

Zum Adventbeginn das berühmtes Gedicht von Guillaume Apollinaire "die Tannen" aus der Sammlung Alcools (1913), das auf Französisch und auf Deutsch vom Winter und seinen Festen erzählt.

Die Tannen

Die Tannen mit ihren spitzen Mützen
In Kleidern bis zum Boden lang
Sind wie die Astrologen
Grüßen ihre gefällten Brüder
Die Schiffe auf dem Rhein dahintreibend

In die sieben Künste eingewiesen
Durch die alten Tannen ihre Ahnen
Die große Dichter sind
Sie wissen sich bestimmt
Zu glänzen mehr als die Planeten

Zu glänzen doeh verwandelt sacht
In Sterne und eingeschneit
An frohen Weihnachtsfesten
Fest der verträumten Tannen
Mit langen sehnsuchtsvolles Ästen

Als gute Musiker die Tannen
Singen von alten Weihnachtszeiten
Im Wind des anbrechenden Herbstes
Und auch als große Zauberer
Beschwören sie den Himmel wenn er grollt

Reihen weißer Cherubim
Ersetzen im Winter die Tannen
Und schwenken ihre Flügel
Im Sommc sind sie große Rabbiner
Als auch alte Fräuleins

Tannen als wandernde Ärzte
Bieten ihre heilsamen Salben an
Wenn das Gebirge niederkommt
Von Zeit zu Zeit im Sturmeswind
Eine alte Tanne stöhnt und legt sich nieder

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Dernière modification : 27/11/2018

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