Rede von Jean-Yves Le Drian in Prag (06.12.19) [fr]

Jean-Yves Le Drian, Minister für Europa und auswärtige Angelegenheiten, hielt im Rahmen eines internationalen Kolloquiums zum 30. Jahrestag der Öffnung des Eisernen Vorhangs eine Rede über das Erbe von 1989 für Europa und die heutige Bedeutung von Souveränität und Sicherheit in Europa.

«Sehr geehrter Herr Minister, lieber Tomáš,
sehr geehrter Herr Rektor der Karls-Universität, unser heutiger Gastgeber,
sehr geehrte Frau Vizerektorin,
sehr geehrter Herr Direktor der Akademie der Wissenschaften,
sehr geehrter Herr Direktor des CEFRES, lieber Jérôme Heurtaux,
sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde,

dreißig Jahre sind seit 1989 vergangen. Eine ganze Generation. Alles begann mit Euphorie und wurde zu Zweifeln.

Ich bin überzeugter Europäer und ich kann Ihnen sagen, dass Europa im Zentrum meines politischen Engagements steht. Ich erinnere mich an die Leidenschaft und den Jubel dieser Tage, die im Herbst 1989 das Antlitz unseres Kontinents verändert und ausnahmslos alle Völker Europas bewegt haben.

Als Minister für Europa und auswärtige Angelegenheiten Frankreichs bin ich bestürzt darüber, dass unsere Gedenkfeierlichkeiten zur Erinnerung an das Jahr 1989 in jedem Jahrzehnt etwas zögerlicher und weniger vereint begangen werden. Und das, obwohl wir heute mehr denn je ein starkes, freies und grundsatztreues Europa brauchen.»

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Veranstaltet wurde das Kolloquium vom Französischen Zentrum für sozialwissenschaftliche Forschung (Centre français de recherche en sciences sociales, CEFRES), der Karls-Universität Prag, der Tschechischen Akademie der Wissenschaften und dem durch das EU-Förderprogramm Horizont 2020 unterstützten Forschungsprojekt ERC TARICA über den politischen und gesellschaftlich-institutionellen Wandel in Nordafrika.

Dernière modification : 17/02/2020

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