Informationen zum Rauch-Verbot in Frankreich

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Seit 1. Januar 2008 ist in Frankreich ein Erlass in Kraft, der das allgemeine
Rauchverbot in allen öffentlich genutzten Räumen, vom einfachen Bistrot
über Restaurants bis zu Spielhallen und Kasinos, verhängt.

Die schrittweise Umsetzung des Rauchverbots in Frankreich ist in zwei Etappen erfolgt :

- Seit dem 1. Februar 2007 gilt das Rauchverbot in allen öffentlichen Bürogebäuden, öffentlich genutzten und überdachten Räumen, mit Ausnahme von Restaurants, Bistrots, Cafés, Hotels, Kasinos, Spielhallen und Diskotheken.

- Seit dem 1. Januar 2008 gilt das absolute Rauchverbot ausnahmslos für alle öffentlich genutzten Räume.

Mit dem landesweiten Rauchverbot reiht sich Frankreich unter folgende EU-Mitgliedsländer :

- Belgien und England (seit 2007)

- Spanien und Schottland (seit 2006)

- Italien und Schweden (seit 2005)

- Norwegen und Irland (seit 2004)

Die letzten Zahlen in Frankreich ergaben, dass von 66.000 Rauchertoten pro Jahr gut 5.000 den Folgen des passiven Rauchens erliegen. Das sind in Frankreich täglich 13 Tote. Vom Passivrauchen am stärksten betroffen ist sicherlich die Kategorie des Gastronomiepersonals : medizinische Untersuchungen ergaben, dass 1 bis 7 Stunden Passivrauchen täglich das Herzinfarktrisiko um 25% erhöht. Bei 21 Stunden erhöht sich das Risiko um 60%.

In der Bevölkerung findet das Rauchverbot im Allgemeinen großen Zuspruch : 76% der Franzosen waren Ende 2006 für das absolute Rauchverbot. Am 15. Februar 2007 waren es schon 86%. Im Juli letzten Jahres war nur noch jeder Fünfte dagegen.

Bei den Trafikanten fand die Maßnahme erwartungsgemäß weniger Anklang, worauf die Regierung mit einem finanziellen Kompensationsprogramm reagierte, das von 2008 bis 2011 läuft. Weiters überlegt die Regierung gemeinsam mit anderen Einrichtungen, den Trafikanten zu helfen, ihr Warenangebot zu erweitern, etwa durch den Verkauf von Stempelmarken oder Fahrscheinen für den öffentlichen Verkehr.

Was die Umsetzung des Verbots betrifft, unterstreicht die französische Gesundheitsministerin, Frau Roseline BACHELOT, dass die Exekutive auf das Verständnis der Bevölkerung baut und den Dialog mit den Lokalbesuchern bevorzugt. Nur Unverbesserliche sollen zur Kasse gebeten werden :

Bei Nichteinhaltung des Erlasses drohen nunmehr Geldstrafen : für den Raucher 68,- €. Für den Lokalbesitzer 135,- € bei Nichtanbringen des Rauchverbot-Aufklebers am Eingang, bzw. bis zu 750,- € bei willentlicher Unterstützung zur Verbotsmissachtung (z.B. bei zur Verfügung gestellten Aschenbechern im Lokalinneren).

Dernière modification : 22/12/2010

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