Französisch-österreichischen Galerie der Heldinnen [fr]

EINLEITUNG



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Frankreich wird im Juni 2021 das Forum Generation Equality ausrichten, ein bedeutendes internationales Treffen, dessen Ziel es ist, die Rechte der Frauen voranzubringen. Vor diesem Hintergrund hat die französische Botschaft in Wien beschlossen, das Jahr 2021 damit einzuläuten, dass sie bis zum Internationalen Tag für die Rechte der Frau am 8. März wöchentlich Porträts österreichischer und französischer Frauen veröffentlicht, die vom 18. bis ins 20. Jahrhundert hinein ihre Zeit geprägt haben.
„Die eigene Zeit zu prägen“, wenn man eine Frau ist, „von der Geschichte vergessen…ohne jemals passiv gewesen zu sein“, wie die große Historikerin Michelle Perrot in Erinnerung ruft, die darum bemüht ist, „das Schweigen der Frauengeschichte“ zu brechen, bedeutet zuallererst dafür zu kämpfen, dass in der Öffentlichkeit Talente und Fähigkeiten Anerkennung finden, die bereits durch Bekanntheit ins Licht der Öffentlichkeit gerückt worden sind, und anschließend die Berühmtheit der Pionierinnen für die Verbesserung der Lage der Frauen zu nutzen und daraus darüber hinaus einen wegweisenden Gradmesser für den Entwicklungsstand einer Gesellschaft zu machen.

Diese Dynamik liegt der Auswahl unserer Schar an Pionierinnen zugrunde. Es können nicht alle aufgeführt werden; alle sind jedoch durch die Porträts von Künstlerinnen und Gestalterinnen, Politikerinnen und Aktivistinnen, Abenteurerinnen und Wissenschaftlerinnen vertreten, die das aus ihren Aktivitäten und ihrer Berühmtheit geschlagene Kapital in den Dienst der Verbesserung der Lage der Frauen und der Rechte im Allgemeinen zu stellen wussten. Einige Darstellungen zeugen auch von den Schwierigkeiten und den Frustrationen, die sie zeitlebens erfahren haben, die sie erst als Opfer ihrer Zeit erscheinen ließen. Doch ihr Aufscheinen in unserer „französisch-österreichischen Galerie der Heldinnen“ macht auch deutlich, dass es symbolische und posthume Siege gibt, die langanhaltend sind und für die Gemeinschaft zählen.

In Frankreich wie auch in Österreich war der Weg der Frauen zur Bekanntheit kein einfacher. Wir wollten die Porträts dieser verstorbenen Frauen zeichnen, um aufzuzeigen, dass der Weg hin zu den Rechten von Frauen in beiden Ländern bergauf verlief, aber holprig und manchmal steinig war, wodurch er auch zu einem Hindernislauf wurde.
Dieses Vermächtnis an Anstrengungen und errungenen Rechten steht im Zentrum der Bemühungen unserer heutigen Gesellschaften, die im Kontext der weltweiten Solidarität und der Stärkung der internationalen Rechte ihre volle Bedeutung erlangen. Die Geschichte zeigt uns, dass diese Bemühungen nicht einer spontanen Idee entspringen und dass andere Kämpfe stattfinden müssen und auch stattfinden: für die Gleichstellung von Mädchen und Jungen, gegen Belästigung und Gewalt an Frauen, gegen häufig verletzende Geschlechterstereotype und für eine weltweite Geopolitik in puncto Frauenrechte, die die Ungleichheit bekämpft.
Frankreich und Österreich leisten durch ihre staatliche Politik und die Arbeit ihrer diesem Themenbereich gewidmeten nationalen Ministerien aber ebenfalls durch ihre feministische Diplomatie, die in Frankreich insbesondere durch Delphine O verkörpert wird, der Botschafterin und Generalsekretärin der UN-Weltfrauenkonferenz und der Generalsekretärin des Forum Generation Equality (Peking+25), einen besonderen Beitrag dazu.

Ich möchte mich abschließend bei der Arbeitsgruppe der französischen Botschaft in Wien und insbesondere bei den PraktikantInnen Ines le Chatelier und Paul Kragen bedanken und ihnen zu ihrer Arbeit gratulieren. Sie waren es, die diesen Zyklus ausgearbeitet und umgesetzt haben, der das immer tatkräftigere Engagement unseres Landes und damit unserer Botschaft in diesem in enger Verbindung mit unseren österreichischen Gastgebern geführten Kampf illustriert.

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Gilles Pécout
Französischer Botschafter in Österreich

Olympe de Gouges und Ida Pfeiffer

Olympe de Gouges und Ida Pfeiffer genossen mit Sicherheit nicht denselben Bekanntheitsgrad. Während sich die hohe Signalwirkung habenden Tätigkeiten der einen auf die politische und literarische Sphäre erstreckten, hatte die andere eine enger umschriebene Rolle als Entdeckerin und Wissenschaftlerin inne. Sie zeigen jedoch beide, dass die Anerkennung einer literarischen, politischen und wissenschaftlichen Identität ein Abenteuer ist – und zwar eines, das voller Wagnisse steckt.
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Ida Pfeiffer (1797-1858) ist eine Wissenschaftlerin. Sie hat über ihre Expeditionen Reiseberichte verfasst, die aufgrund ihres wissenschaftlichen Inhalts Anerkennung und aufgrund ihrer literarischen Qualitäten Wertschätzung erfahren haben. Die meisten davon wurden auch bereits Mitte des 19. Jahrhunderts ins Französische übersetzt.

Ida Reyer wird in Wien in eine sehr wohlhabende Familie von Textilindustriellen geboren. 1820 ehelicht sie Mark Anton Pfeiffer, einen älteren Rechtanwalt, mit dem sie drei Kinder hat. Erst im Alter von 44 Jahren, nachdem sie ihre Kinder großgezogen hat, unternimmt Ida Pfeiffer ihre erste Fernreise. Diese führt sie in den östlichen Mittelmeerraum und trägt die Gestalt der damals am ehesten annehmbaren Form einer Reise, die eine Frau alleine unternehmen konnte: eine Pilgerfahrt ins Heilige Land. Trotz knapper finanzieller Mittel bereist sie zwischen März und Dezember 1842 die Küstengebiete des Osmanischen Reichs und seiner arabischen Provinzen: von Konstantinopel bis nach Ägypten mit Zwischenstopps in Jerusalem und Palästina, dem Libanon und Syrien. Ihre zweite Reise führt sie 1845 nach Island und Skandinavien. Doch es sind ihre beiden Weltumrundungen – eine 1846 über das Kap Horn und eine 1851 über das Kap der Guten Hoffnung – die ihr langanhaltende Bekanntheit sichern. Diese wird noch durch ihre große Expedition im Indischen Ozean – nach Madagaskar – bestätigt.
Durch ihre gut gemeisterten Reisen und die Publikationen, die sie daraus hervorzubringen gewusst hat, behauptet sie ihren Platz als Entdeckerin und Wissenschaftlerin in einer Zeit, wo große wissenschaftliche Expeditionen ausschließlich eine männliche Domäne sind, wie die berühmtesten Expeditionen zeigen, darunter jene von Bory de Saint-Vincent, von denen sie sich inspirieren lässt. Ihre einzigartige Stellung ist jedoch kein Hindernis für ihre Mitgliedschaft in der Geographischen Gesellschaft von Paris und Berlin, ein Zeichen der Anerkennung durch die internationale Wissenschaftsgemeinde. Zahlreiche Objekte und Exemplare aus ihrem privaten Kabinett füllen noch heute die Vitrinen der österreichischen Museen, in erster Linie des Naturhistorischen Museums in Wien.
30 Jahre nach ihrem Ableben lässt der Wiener Verein für erweiterte Frauenbildung zu ihren Ehren ein Schild am Wiener Zentralfriedhof, wo sich ihre letzte Ruhestätte befindet, gravieren.

Die berühmte Literatin und Publizistin Olympe de Gouges (1748-1793) wird als eine der Vorreiterinnen im Schutz der Frauenrechte angesehen, was durch ihre Déclaration des droits de la femme et de la citoyenne (Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin) vom September 1791 illustriert wird.

Sie wird 1748 in Montauban geboren und ist die Tochter eines Metzgermeisters. Marie Gouze verwitwet 1766, bereits ein Jahr nach ihrer Heirat mit Louis Aubry, mit dem sie einen Sohn hat. Zu diesem Zeitpunkt nimmt sie den Namen Olympe de Gouges an und zieht nach Paris um. Zu Beginn der Französischen Revolution erstreckt sich ihre Berühmtheit auf ihre Rolle als Halbweltdame, die nach und nach auf jene als weibliche Schriftstellerin und Autorin von Romanen und Theaterstücken und schließlich auf jene als politisch engagierte Essayistin erweitert wird. Ihren Ruf als Feministin verdankt sie ihrer Déclaration des droits de la femme et de la citoyenne (Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin), die – man darf es nicht vergessen – an niemand anderen als Königin Marie-Antoinette adressiert ist. Die damaligen Begleitumstände sind günstig: Im Jahr 1790, ein Jahr nach ihrer Erklärung, veröffentlicht Condorcet seine Abhandlung Sur l’admission des femmes au droit de Cité über das Frauenwahlrecht.
Olympe de Gouges fordert die rechtliche Gleichstellung von Frauen und Männern und somit dass Frauen die Möglichkeit bekommen, ihre „natürlichen Rechte“ auszuüben, die ihnen von den Männern entzogen worden sind, und eine durch und durch mündige Rolle in der Stadt einzunehmen. Die Folgen hiervon sind klar und zugleich vielfältig: Meinungsfreiheit und sexuelle Freiheit für Frauen – insbesondere die Anerkennung von Scheidungen – ebenso wie die Teilnahme am politischen Leben durch das allgemeine Wahlrecht, um die politische Revolution zum Abschluss zu bringen. Ihr theoretischer Feminismus und ihre Furcht vor den revolutionären Massen lassen sie gemäßigte politische Positionen ergreifen, die Robespierre und Marat gegenüber feindlich sind und so weit gehen, dass sie König Ludwig XVI „als Mann wenn auch nicht als König“ verteidigt. Sie wird im November 1793 unter der Schreckensherrschaft („La Terreur“) aufgrund ihrer girondistischen und „föderalistischen“ Überzeugungen guillotiniert. In einer Zeit, die durch das neue, radikale Engagement von Frauen aus bescheideneren Verhältnissen als kollektive politische Akteurinnen – von den Vendéennes bis zu den Tricoteurses - geprägt ist, ist Olympe de Gouges ein Beispiel für die Bedeutung eines Feminismus der Rechte, der politisch gemäßigter ist, aber einen großen und andauernden sozialen und kulturellen Nachhall nach sich zieht.

Hubertine Auclert und Marianne Hainisch

Hubertine Auclert und Marianne Hainisch waren zwei Aktivistinnen, verbunden durch den Kampf für die Rechte von Frauen und die Gleichstellung von Frauen und Männern in ihrem jeweiligen Land. Ihre Ideale spiegeln die Kämpfe ihrer Zeit wider: das Ringen um das Wahlrecht und um den Zugang zu Bildung für Mädchen.
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Hubertine Auclert (1848-1914) ist eine Feministin und Begründerin der Bewegung für das Frauenwahlrecht in Frankreich, deren Mitglieder ebenfalls im weiteren Sinne in Anlehnung an die im Vereinigten Königreich Ende des 19. Jahrhunderts entstandene Bewegung als „Suffragetten“ bezeichnet wurden.

Hubertine Auclert wird im Département Allier in eine Familie des Bürgertums geboren. Sie verliert noch in ihrer Jugend ihren Vater. Erst wird sie von ihrer Mutter in ein Kloster geschickt – daher stammt ihr entschlossener Antiklerikalismus. Bei ihrer Volljährigkeit verfügt sie über ein ausreichend großes Erbe, um unabhängig leben zu können und weder arbeiten noch heiraten zu müssen. Im Alter von 24 Jahren wohnt sie in Paris und gehört der wichtigsten liberal-demokratischen Organisation für den Schutz der Frauenrechte an: „L’Avenir des femmes“ (Die Zukunft der Frauen), geleitet vom Journalisten Léon Richer und der reichen Literatin Maria Deraismes. 1876 verlässt Auclert Richer und seinen Verein, um mit einer kleinen Gruppe von AktivistInnen ihre eigene Organisation zu gründen, „Le Droit des femmes“ (Das Recht der Frauen), mithilfe derer sie den „Zugang von – verheirateten und ledigen – Frauen zu allen bürgerlichen und politischen Rechten unter denselben rechtlichen Voraussetzungen wie für Männer“ verteidigt. 1879 nimmt Hubertine Auclert am dritten Arbeiterkongress in Marseille teil, der die sozialistische Bewegung eint, und überzeugt die KongressteilnehmerInnen davon, das Frauenwahlrecht in ihr Programm aufzunehmen.
Im Laufe der 1880er Jahre setzt Auclert ihre Kampagne für das Frauenwahlrecht tatkräftig fort und bindet die „Revolte der Steuerpflichtigen“ ein: Frauen ohne Wahlrecht müssen keine Steuern zahlen! Sobald es das Pressegesetz von 1881 Frauen erlaubt, Zeitungen herauszugeben, gründet sie die Wochenzeitschrift « La Citoyenne » (Die Bürgerin), bevor sie sich einige Jahre lang in der algerischen Kolonie niederlässt. Von Beginn an kämpfte Hubertine Auclert für den Zugang von – verheirateten und ledigen – Frauen zu allen bürgerlichen und politischen Rechten, für die Wiedereinführung der Scheidung, die Bildung von Frauen ebenso wie die gleiche Entlohnung.

Marianne Hainisch (1839-1936) war eine Vorreiterin der österreichischen Frauenbewegung, glühende Verfechterin des Rechts von Frauen auf Bildung und Wahlrechtsaktivistin.

Als Marianne Perger erblickt sie das Licht der Welt. Sie wird in eine Industriellenfamilie im Raum Wien geboren und heiratet Michael Hainisch, einen Textilhersteller, der in den 1860er Jahren bankrottgeht. In dieser Zeit der wirtschaftlichen Schwierigkeiten, in der sie versucht, selbst arbeiten zu gehen, bildet sich ihre Überzeugung heraus, dass Frauen über die Möglichkeit verfügen sollten, sekundäre und universitäre Bildung zu genießen und Abschlüsse zu erlangen.
Marianne Hainisch ist ab 1888 aktives Mitglied des Vereins für erweiterte Frauenbildung, der sich dafür einsetzt, dass Frauen Zugang zu mehr Bildung erhalten. 1892 gründet sie den Bund österreichischer Frauenvereine, dessen Vorsitzende sie bis 1918 bleibt. Nach dem Tod von Bertha von Suttner (1914) übernimmt sie als überzeugte Pazifistin ebenfalls die Leitung der Friedenskommission des Bunds. Hainisch schafft es, dass der Bund in den Frauenweltrat (ICW) aufgenommen wird und nimmt als österreichische Vertreterin an den internationalen Frauenkonferenzen des ICW in Berlin und in Toronto teil. 1912 wird sie Präsidentin des „Mädchengymnasiums für erweiterte Frauenbildung“, gründet das „Wiener Frauenstimmrechtskomitee“, um sich für das Frauenwahlrecht einzusetzen, und widmet sich nach dem Ersten Weltkrieg der Sozialarbeit und der Friedensbewegung. 1927 ist sie eine der Mitbegründerinnen der Zeitschrift des Bunds, “Die Österreicherin“. Unter ihrer Leitung wird 1929 die Österreichische Frauenpartei gegründet. Wenn Ihnen ihr Name bekannt vorkommt, dann liegt das wahrscheinlich daran, dass Marianne Hainisch die Mutter von Bundespräsident Michael Hainisch ist. Ihrer Initiative ist es auch zu verdanken, dass in Österreich seit 1924 der Muttertag gefeiert wird. Marianne Hainisch ist das Sinnbild eines Feminismus der Rechte, der liberal und politisch gemäßigt ist, und ist eine der ersten, die die sekundäre und universitäre Bildung von Mädchen zu einer zentralen Forderung im Kampf für die Emanzipation der Frau erhoben hat.

Irène Joliot-Curie und Gabriele Possanner von Ehrental

Irène Joliot-Curie und Gabriele Possanner von Ehrental erlangten Bekanntheit, indem sie sich in bis dahin hauptsächlich männlich dominierten Bereichen profilierten. Diese beiden Akademikerinnen haben somit – jede auf ihre eigene Art und Weise – den Kampf für die Gleichstellung von Frauen und Männern – ob nun im Bildungsbereich oder im Berufsleben – vorangebracht.
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Irène Joliot-Curie (1897-1956) kommt am 12. September 1897 als Tochter von Pierre und Marie Curie zur Welt. 1926 ehelicht sie Frédéric Joliot. Nachdem sie ihr Studium an der naturwissenschaftlichen Fakultät in Paris aufgenommen hat, ist sie während des Ersten Weltkriegs als Radiologieassistentin tätig. 1925 promoviert sie mit ihrer Dissertation über die Alpha-Strahlung von Polonium. Alleine und auch in Zusammenarbeit mit ihrem Ehemann führt sie wichtige Forschung in den Bereichen der natürlichen und künstlichen Radioaktivität, der Umwandlung von Elementen und der Kernphysik durch; 1935 teilen sie sich den Chemienobelpreis in Anerkennung ihrer Synthese neuer radioaktiver Elemente, die in ihrem gemeinsamen Artikel Production artificielle d’éléments radioactifs. Preuve chimique de la transmutation des éléments [Künstliche Herstellung radioaktiver Elemente. Chemischer Beweis für die Umwandlung der Elemente] (1934) zusammengefasst wird. 1938 stellt ihre Forschung zur Wirkung von Neutronen auf schwere Elemente einen wichtigen Meilenstein für die Entdeckung der Spaltung von Uran dar. 1932 wird sie Dozentin, 1937 Professorin an der naturwissenschaftlichen Fakultät in Paris und im Jahr 1946 Direktorin des Radium-Instituts. In ihrer Funktion als Atomenergie-Kommissarin, die sie sechs Jahre lang innehat, beteiligt sich Irène an der Entwicklung und dem Bau des ersten französischen Atomreaktors (1948). Sie hat großes Interesse am sozialen und intellektuellen Aufstieg der Frauen; sie ist Mitglied des nationalen Komitees der „Union des femmes françaises“ [Union französischer Frauen] und des Weltfriedensrats. 1936 wird Irène Joliot-Curie zur Staatssekretärin für Wissenschaft und Forschung ernannt. Sie ist Mitglied mehrerer ausländischer Akademien und zahlreicher wissenschaftlicher Gesellschaften, Ehrendoktorin mehrerer Universitäten und Offizierin der französischen Ehrenlegion. Sie verstirbt im Jahr 1956 in Paris.

Gabriele Possanner von Ehrental erblickt 1860 in Buda, in Ungarn, das Licht der Welt und geht als erste österreichische Ärztin in die Geschichte ein. Als Tochter eines Beamten verbringt sie ihre Kindheit und Jugend an vielen verschiedenen Orten, bevor sie sich 1880 in Wien niederlässt. Sie macht an der Lehrerinnenbildungsanstalt in Wien ihren Abschluss und beginnt als Volksschullehrerin zu arbeiten. Anschließend zieht sie nach Zürich um, um Medizin zu studieren. 1893 promoviert sie mit ihrer Dissertation aus dem Bereich der Augenheilkunde: „Über die Lebensdauer nach dem Auftreten von Retinitis albuminurica“. Diese Themenwahl lässt sich teilweise damit erklären, dass Gabriele während ihres Studiums als Assistentin in einer Augenklinik arbeitete. Nach ihrer Rückkehr nach Wien werden ihre Bestrebungen, den Arztberuf auszuüben, der zu dieser Zeit nur Männern vorbehalten ist, vom „Verein für erweiterte Frauenbildung“ unterstützt. Damit ihr Abschluss in Österreich anerkannt wird, legt sie ihre Prüfungen an der Universität Wien nochmals ab, beginnt als ehrenamtliche Ärztin zu arbeiten und wird die erste Frau, die an der Universität Wien ein Doktorat erhält. Am 10. Mai 1897 eröffnet Gabriele Possanner von Ehrental ihre Praxis und wird einige Jahre später die erste Frau, die in die Ärztekammer aufgenommen wird – wenn auch als Ersatzmitglied. Während des Ersten Weltkriegs arbeitet Gabriele in Spitälern. Sie verstirbt am 14. März 1940 in Wien. Gabriele Possanner von Ehrental war die erste Frau, die 1928 den Titel „Medizinalrat“ verliehen bekommt. Sie war maßgeblich daran beteiligt, dass Frauen im universitären und medizinischen Bereich Anerkennung erfuhren. Als Vorreiterin in diesem Feld setzte sie wichtige Impulse für eine stärkere Rolle der Frauen an der Universität Wien und für die Bildung von Frauen im Allgemeinen.

Camille Claudel und Alma Mahler-Werfel

Camille Claudel und Alma Mahler-Werfel zeigten von Kindesbeinen an ein ausgeprägtes Interesse an der Kunst. Sie haben es geschafft, sich in Bereichen zu etablieren, die zur damaligen Zeit vorwiegend Männern vorbehalten waren – in der Bildhauerei und in der Komposition. Von Männern, die ihr Leben gezeichnet haben, in ihrer Kunst inspiriert waren diese beiden Frauen ebenfalls deren Musen und hatten – trotz eines unterschiedlichen Schicksals – beide maßgeblichen Einfluss auf die Kunstszene in Paris und Wien.
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Camille Claudel wird im Jahr 1864 in Fère-en-Tardenois im Departement Aisne geboren. Sie wächst gemeinsam mit ihren Geschwistern Louise und Paul auf, Letzterer ein berühmter Literat und Diplomat. Bereits in jungen Jahren legt Camille ein ausgeprägtes Interesse an der Bildhauerei an den Tag und macht in den 1870er Jahren unter Anleitung des Malers und Bildhauers Alfred Boucher ihr Debüt in der Kunst. Wenngleich sie von ihrem Vater von Beginn an Unterstützung erfährt, wird Camille Claudel ihr Leben lang gegen den erbitterten Widerstand ihrer Mutter kämpfen müssen. Ihre Beziehung zueinander ist unversöhnlich.
1882 zieht die Familie nach Paris um, wo Claudel ihr erstes Atelier eröffnet, in dem sich ihr andere Bildhauerinnen anschließen. Im selben Jahr macht sie die Bekanntschaft des berühmten Bildhauers Auguste Rodin, der 24 Jahre älter ist als sie. Sie führen eine etwa zehn Jahre andauernde, leidenschaftliche Beziehung, obwohl Rodin seit rund 20 Jahren mit einer anderen Frau liiert ist. Ihre Beziehung ist eine großartige Inspirationsquelle für die junge Künstlerin und in genau dieser Zeit erfährt sie den größten Erfolg. Ihr Stil ist von einer großen Freizügigkeit gekennzeichnet – sie bildet häufig entblößte, von Leidenschaft erfasste Körper ab. Claudel macht sich also einen Namen, indem sie Sujets darstellt, die bis dahin Männern vorbehalten waren.
Das Jahr 1892 ist ein Wendepunkt in ihrem Leben: Sie trennt sich von Rodin, der beschließt, bei seiner Lebensgefährtin zu bleiben. 7 Jahre darauf verwirklicht sie eines ihrer Meisterwerke: „L’Âge mûr“ [Das reife Alter] ist eine imposante Skulptur, in die sie die tiefe Zerrissenheit nach ihrer Trennung von Rodin verarbeitet hat. Auf der einen Seite steht die flehende Jugend, auf der anderen das Alter, das ihr den Rücken kehrt. Anschließend versucht Claudel, sich dem Einfluss von Rodin auf ihre Arbeit zu entziehen, doch sind ihre Werke nicht mit demselben Maß an Erfolg gekrönt wie zuvor. Sie erhält auch trotz der Anerkennung ihres Talents keine staatlichen Aufträge. Allmählich gleitet sie in die Paranoia und die Einsamkeit ab und beschuldigt Rodin, ihr Unglück verursacht zu haben. Ihr Leben endet tragisch – nach 30 Jahren in psychiatrischen Anstalten, wo sie im Jahr 1943 allein und vergessen dahinscheidet. Erst 40 Jahre später taucht ihr Name mit der Veröffentlichung eines Buchs und anschließend eines Films wieder auf der Bildfläche auf. Camille Claudel, eine talentierte Frau mit einem außergewöhnlichen Schicksal, hat die französische Kunstgeschichte mit ihrem sehr persönlichen und originellen Stil geprägt.

Alma Mahler-Werfel erblickt am 31. August 1879 als Tochter der Sängerin und Schauspielerin Anna Sofie und des Landschaftsmalers Emil Jakob Schindler das Licht der Welt. Sie wächst in einem künstlerischen Umfeld auf. Obgleich sie in der Schule eine formale Erziehung erhält, entwickelt Alma bereits sehr früh ein künstlerisches Talent, insbesondere was die Musik betrifft. Sie lernt das Klavierspielen, unter anderem von der Pianistin und Musikprofessorin Adele Radnitzky-Mandlick, doch ihr wirkliches Interesse ist die Komposition.
In ihrem Elternhaus verkehren zahlreiche Intellektuelle und Künstler wie Max Eugen Burckhard, Berta Zuckerkandl oder Gustav Klimt, die allesamt ihr Verständnis für Musik, Kunst und Literatur prägen. Hier macht Alma Schindler auch die Bekanntschaft von Gustav Mahler, der zu jener Zeit Direktor der Hofoper ist und den sie im März 1902 ehelicht.
Erst 1910, gezeichnet von Krankheit, würdigt Gustav Mahler die Kompositionen seiner Frau, unterstützt sie in ihrem Schaffen und hilft ihr, ihre Werke zu veröffentlichen. Im selben Jahr werden vier der Lieder von Alma Mahler im Bösendorfersaal gespielt und wenig später wird die Partitur ihrer „Fünf Lieder“ veröffentlicht. Eines ihrer Lieder wird sogar in New York vorgetragen und erhält brausenden Applaus.
Nach dem Tod von Gustav Mahler teilt Alma Mahler ihr Leben auf beruflicher wie auch persönlicher Ebene mit mehreren Männern, darunter dem Maler Oskar Kokoschka und dem Architekten Walter Gropius. 1915 vertont sie das Gedicht „Der Erkennende“ von Franz Werfel, mit dem sie zu Beginn der 1920er Jahre zusammenzieht.
Aufgrund der jüdischen Abstammung von Franz Werfel emigriert das Paar 1938 nach Frankreich, nach der Besetzung von Paris durch deutsche Truppen 1940 nach New York. Einige Jahre nach dem Tod von Franz Werfel beschließt Alma Mahler-Werfel, das musikalische Erbe von Gustav Mahler und das literarische Erbe von Franz Werfel zu verwalten. 1958 veröffentlicht sie ihre Autobiographie „And the Bridge is Love“, in der sie sich selbst als Muse der Intellektuellen ihrer Zeit darstellt. Alma Mahler-Werfel verstirbt im Dezember 1964 in New York. Ihre sterblichen Überreste werden anschließend nach Wien überführt, wo sie am 8. Februar 1965 beerdigt wird.

Simone de Beauvoir und Adelheid Popp

Die Österreicherin Adelheid Popp und die Französin Simone de Beauvoir waren beide Schriftstellerinnen, die die Geschichte des Kampfs für die Frauenrechte in unterschiedlichem Maß und in verschiedenen Bereichen geprägt haben. Wenn auch ihr Schicksal und ihr Kampf nicht vergleichbar ist, so sind sie doch beide durch ihre Schriften und ihr Engagement Pionierinnen in Sachen Emanzipation.
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Simone de Beauvoir (1908-1986)
Simone de Beauvoir wird 1908 in Paris in eine bürgerliche, katholische Familie geboren. Als Jugendliche entsagt sie jedem Glauben an Gott, emanzipiert sich intellektuell von ihrer Familie und beschließt, Schriftstellerin zu werden. Sie studiert Mathematik, Literatur und Philosophie. An der philosophischen Fakultät der Universität von Paris macht sie die Bekanntschaft von Jean-Paul Sartre, mit dem sie eine legendäre Beziehung verbindet. Nach ihrer 1929 bestandenen Agrégation [Prüfung] für das Fach Philosophie wird Simone de Beauvoir Professorin.
Gemeinsam mit Sartre gründet sie die Zeitschrift Les temps modernes, deren Ziel es ist, dem Existenzialismus quer durch die zeitgenössische Literatur hinweg Anerkennung zu verschaffen. Die finanzielle Unabhängigkeit, die sie dank des Erfolgs mehrerer ihrer Romane und Essays erlangt, ermöglicht es ihr, sich vollständig dem Schriftstellertum zu widmen. 1954 erhält sie den Prix Goncourt für ihr Werk Les Mandarins [Die Mandarins von Paris].
Ihr Leben und ihre Schriften sind ein Beispiel an weiblicher Emanzipation. In ihrem Essay Le Deuxième sexe [Das andere Geschlecht], das existenzialistische Überlegungen verfolgt, plädiert sie für die Befreiung und die Emanzipation der Frau in der Gesellschaft. Trotz heftiger Kritik wurde das 1949 veröffentliche Werke sofort zum Erfolg. Etliche Millionen Exemplare wurden verkauft, es wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und ist heute aus dem Kanon der feministischen Philosophie nicht mehr wegzudenken. In den 70er Jahren engagiert sich Simone de Beauvoir in der Bewegung für die Befreiung der Frauen und setzt sich an der Seite von Gisèle Halimi für das Recht auf Abtreibung ein, indem sie insbesondere das Manifeste des 343 verfasst und die Bewegung Choisir mitbegründet.
Simone de Beauvoir verscheidet 1986 in Paris.

Adelheid Popp (1869-1939)
Adelheid Popp, geboren im Jahr 1869 in der Nähe von Wien, stammt aus einem Elternhaus mit böhmischen Wurzeln. Ihre Kindheit ist von schwierigen sozialen Verhältnissen gezeichnet. Ihr Vater, ein tyrannischer Alkoholiker, stirbt, als Adelheid erst 6 Jahre alt ist. Sie wächst also mit ihrer Mutter, einer Fabrikarbeiterin, und ihren Brüdern auf.
Adelheid muss bereits im Alter von 10 Jahren die Schule verlassen und arbeiten gehen – zuerst als Dienstmädchen, dann als Fabrikarbeiterin. Sie begleitet ihre Brüder zu Arbeiterversammlungen und erhält so einen ersten Einblick in den Sozialismus und den Arbeiterkampf. Bei einer dieser Versammlungen ist sie die Erste, die auf die Lebensbedingungen der Arbeiterinnen aufmerksam macht.
Popp entwickelt eine Leidenschaft für sozialistische Schriften, die sie an den Abenden nach ihren erschöpfenden Arbeitstagen liest. Ihr Engagement gewinnt immer mehr an Reichweite, als sie einen Arbeiterinnenstreik organisiert und aufgrund ihrer radikalen Thesen für die freie Entfaltung der Frauen im öffentlichen wie auch im privaten Bereich mehrmals ins Gefängnis kommt.
Die junge Aktivistin ist Mitbegründerin und Redakteurin der österreichischen Arbeiterinnen-Zeitung und verfasst zahlreiche Schriften über die Arbeitsbedingungen der Frauen in den Fabriken. Ihre Publikationen stoßen in sozialistischen Kreisen, denen sie und ihr Ehemann Julius durch die Freundschaft mit dem Gründer der österreichischen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Victor Adler und seiner Frau, der Schriftstellerin Emma Adler, nahestehen, auf positive Resonanz.
1918 wird Adelheid Popp Vorstandsmitglied der sozialistischen Partei. Sie wird Gemeinderatsabgeordnete in Wien und dann bis 1934 Nationalratsabgeordnete. Ebenso ist sie die Vorsitzende des Internationalen Sozialdemokratischen Frauenkomitees. Adelheid Popp trat entschieden für die Rechte von Frauen aus armen Verhältnissen ein und verschrieb ihr Leben diesem für die damalige Zeit bahnbrechenden Kampf. Sie verlieh den Arbeiterinnen in der Öffentlichkeit eine Stimme, bis sie 1939 infolge von Krankheit für immer verstummte.

Simone Veil und Johanna Dohnal

Die Französin Simone Veil und die Österreicherin Johanna Dohnal übten beide auf das politische Leben in ihrem jeweiligen Land Einfluss aus. Diese beiden Pionierinnen prägten ihre Zeit, indem sie den Kampf für bestimmte Frauenrechte vorangebrachten.
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Simone Veil (1927-2017)
Simone Veil wird am 13. Juli 1927 in Nizza in eine jüdische Familie geboren. Die Familie wird verhaftet und 1944 nach Auschwitz gebracht. Sie und ihre beiden Schwestern sind die einzigen Überlebenden.
Zu Kriegsende nach Frankreich zurückgekehrt, studiert sie Rechtswissenschaften am Institut d’études politiques und heiratet im Alter von 19 Jahren Antoine Veil, mit dem sie drei Söhne haben wird. 1956 wird sie zur Richterin ernannt und arbeitet als hohe Beamtin in der Abteilung für Strafvollzug. 1970 wird sie als erste Frau Generalsekretärin des Obersten Justizrats.
Zwischen 1974 und 1979 bekleidet sie während der Präsidentschaft von Valéry Giscard-d’Estaing das Amt der Gesundheitsministerin. In dieser Zeit setzt sie sich für die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs ein, der 1974 verabschiedet wird. Dieser Kampf, der ihr zahlreiche Drohungen und Einschüchterungsversuche von ihren Gegnern einbringt, stellt einen bedeutenden Moment in ihrer Karriere und einen Meilenstein für die Frauenrechte in Frankreich dar.
1979 wird sie vom ersten direkt gewählten Europäischen Parlament zu dessen erster weiblicher Präsidentin ernannt. Diese Funktion wird sie bis 1982 innehaben. Bis 1993 bleibt sie europäische Abgeordnete, bis sie als Staatsministerin für Soziales in die Regierung von Édouard Balladur eintritt (1993-1995) und ihre Karriere im Verfassungsrat abschließt (1998-2007).
Von 2000 bis 2007 ist sie Präsidentin der Stiftung zur Erinnerung an die Shoah. 2008 wird sie in die Académie française gewählt. Simon Veil verstirbt am 30. Juni 2017 und wird 2018 im Panthéon beigesetzt.

Johanna Dohnal (1939-2010)
Johanna Dohnal wird 1939 in Wien geboren und wächst vor dem schwierigen Hintergrund des Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit bei ihrer Großmutter auf. Ihre finanziellen Mittel erlauben es ihr nicht, an einer Hochschule zu studieren, weswegen sie eine Lehre macht und Industrieangestellte wird.
Ab 1957 engagiert sie sich in der Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ). In dieser Zeit heiratet sie auch Franz Dohnal, mit dem sie zwei Kinder haben wird. Das Paar wird sich rund zwanzig Jahre später scheiden lassen.
Von der Bezirksrätin im 14. Bezirk zur Gemeinderätin der Stadt Wien erklimmt sie Schritt für Schritt die Stufen innerhalb der sozialdemokratischen Partei und bekräftigt ihr Engagement für die Frauenrechte. 1979 wird sie Staatssekretärin für Frauenfragen im Bundeskanzleramt, wo sie ein Förderprogramm für Frauen im Bundesdienst einsetzt. Das Jahr 1990 stellt einen Meilenstein in der Geschichte Österreichs dar, da Johanna Dohnal die erste Bundesministerin für Frauenangelegenheiten wird. Auf ihre Initiative hin werden mehrere Gesetze verabschiedet, die die Frauenrechte in Österreich voranbringen, darunter die Beseitigung der Amtsvormundschaft für Kinder lediger Mütter, das Verbot der sexuellen Belästigung oder die Einführung einer Frauenquote in Ministerien und an Universitäten.
Johanna Dohnal beendet ihre politische Karriere in den 1990er Jahren, als der Konservatismus in Österreich erstarkt. Sie engagiert sich in NGOs, Vereinen für die Frauenrechte und Gewerkschaften. Kurz nachdem die eingetragene Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare am 1. Jänner 2010 möglich wird, geht sie diese mit ihrer langjährigen Partnerin ein. Sie verstirbt im Februar desselben Jahres.

Agnès Varda und Christine Nöstlinger

Ein künstlerischer Werdegang vereint Agnès Varda und Christine Nöstlinger, die beide ihre Werke – im Bereich der Kinematographie und jenem der Literatur – dazu nutzten, um ihre fortschrittlichen Ansichten zu verbreiten. Heute genießen diese beiden Frauen sowohl für ihr Schaffen als auch für ihr Engagement international Anerkennung.
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Agnès Varda (1928-2019)
Agnès Varda, die Tochter eines Griechen und einer Französin, wird 1928 in Ixelles, in Belgien, geboren und wächst gemeinsam mit ihren vier Geschwistern auf. 1940 flüchtet die Familie vor dem Krieg und findet in Sète, in Südfrankreich, Zuflucht, wo das junge Mädchen den Großteil ihrer Jugend verbringen wird. Mit 18 Jahren dürstet es sie nach Unabhängigkeit und Freiheit, weshalb sie ausreißt. Während der drei Monate, die sie weg von zuhause verbringt, kommt sie – wie sie später erzählen wird – bis nach Korsika. Sie studiert in Paris Fotografie und erhält ab 1948 beim Festival von Avignon eine Anstellung als Fotografin. 1954 dreht Varda ihren ersten Spielfilm mit dem Titel La Pointe Courte, der viel Zuspruch findet und sich als Meisterwerk der Nouvelle Vague, der neuen Welle in der französischen Kinematografie, durchsetzt. In den 1960er Jahren wird die Filmemacherin mit Werken wie Cléo de 5 à 7 [Cleo Mittwoch zwischen 5 und 7] oder Les Créatures [Die Geschöpfe] zur Galionsfigur der Filmkunst der Rive Gauche. Sie heiratet den französischen Regisseur Jacques Demy, einen weiteren Vertreter des alternativen Kinos, mit dem sie ein Kind hat. Demy adoptiert ebenfalls die Tochter, die aus einer vorigen Beziehung Vardas stammt. Zweimal lässt sich das Paar in Los Angeles nieder, wo Varda aus der Hippie-Bewegung Inspiration für ihr Schaffen schöpft. Sie widmet auch der afro-amerikanischen Befreiungsbewegung Black Panthers mehrere Dokumentationen. Ihre Werke weisen ebenfalls einen Bezug zu einem engagierten Feminismus auf – Varda setzt sich in den 1970er Jahren vehement insbesondere für die Legalisierung der Abtreibung ein. Ihre intimen, richtungsweisenden und unkonventionellen Schöpfungen bringen ihr zahlreiche Auszeichnungen ein, darunter 2001 einen Ehrencésar und 2017 einen Ehrenoscar. Agnès Varda, Ikone der französischen Kinematografie, ist eine der wenigen Regisseurinnen, die die globale Filmlandschaft geprägt haben.

Christine Nöstlinger (1936-2018)
Christine Nöstlinger wird 1936 in Wien geboren und wächst in der vom Krieg und der Nachkriegszeit gezeichneten österreichischen Hauptstadt auf. Nach ihrem Studium an der Akademie für angewandte Kunst beginnt sie als Redakteurin bei verschiedenen Tages- und Wochenzeitungen und ebenfalls beim ORF zu arbeiten. 1961 heiratet sie den Journalisten Ernst Nöstlinger, mit dem sie zwei Töchter haben wird. Zu dieser Zeit beginnt sie auch, Kinderbücher zu schreiben. Ihr Erstlingswerk Die feuerrote Friederike – von ihr selbst mit Illustrationen versehen – erscheint 1970. In schneller Folge kommen weitere Werke heraus, die immer stärker von der politischen Situation inspiriert sind, insbesondere von den antiautoritären Bewegungen Ende der 1960er Jahre. Christine Nöstlinger revolutioniert die Jugendliteratur, indem sie beispielsweise die Themen Emanzipation oder Reform des Familienrechts mit Humor anspricht und so die sozialen Tabus ihrer Zeit durchbricht. Ihre Kinderbücher sind von Erfolg gekrönt und werden in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Sie bringen Christine Nöstlinger mehrere internationale Auszeichnungen ein, darunter 1973 den Deutschen Jugendliteraturpreis für Wir pfeifen auf den Gurkenkönig oder 1989 den Österreichischen Würdigungspreis für Kinder- und Jugendliteratur für ihr Gesamtwerk. 2011 erhält sie ebenfalls das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. Christine Nöstlinger verscheidet 2018 und hinterlässt mehr als 150 Werke, die sie zumeist selbst für Kino, Theater und Radio adaptiert hat.

Suzanne Noël und Hedy Lamarr

Wenngleich sich der Lebensweg von Suzanne Noël und Hedy Lamarr nicht vergleichen lässt, so ist das Schicksal dieser beiden Frauen doch durch ihre Beiträge in ihrem jeweiligen Bereich mit der Wissenschaft verknüpft. Diese Beiträge sind umso bemerkenswerter als diese beiden Erfinderinnen Pionierinnen waren in einer Zeit, wo Frauen aus der Wissenschaft ausgeschlossen waren. Die Chirurgin und feministische Aktivistin einerseits und die Schauspielerin und Erfinderin andererseits waren beide vielseitige Frauen, die sexistische Stereotype ins Wanken brachten.
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Suzanne Noël (1878-1954)
Suzanne Noël wird 1878 in Laon in eine wohlhabende Familie geboren. 1897 heiratet sie den Arzt Henri Pertat und beginnt 1905 ein Medizinstudium. Sie ist eine ausgezeichnete Studentin und eine der wenigen Frauen in ihrem Studienzweig. Noël spezialisiert sich zu Beginn ihrer Karriere auf die Kiefer- und Gesichtschirurgie. Bevor sie jedoch noch ihre Dissertation verteidigen kann, bricht der Erste Weltkrieg aus und werden ihre Dienste in Paris, im Militärkrankenhaus Val-de-Grâce, benötigt. Vor diesem Hintergrund erweitert sie ihre Kenntnisse um die rekonstruktive Chirurgie, wodurch sie bei Operationen der sogenannten „Gueules cassées“, der durch den Krieg „zerhauenen Visagen“, eine wichtige Rolle spielt. Die Nachkriegsjahre sind für die junge Chirurgin von Tragik gekennzeichnet: Nach dem Tod ihres ersten Mannes im Krieg heiratet Suzanne den Arzt André Noël. Doch ihre einzige Tochter stirbt sehr jung an den Folgen der Spanischen Grippe und zwei Jahre später begeht ihr Mann Selbstmord. Dieses zerrüttete Schicksal veranlasst Suzanne Noël dazu, sich in ihre Karriere zu stürzen. So bringt sie in den 1920er Jahren die plastische Chirurgie voran und erfindet mehrere Operationstechniken. Parallel zu ihrer beispielhaften beruflichen Laufbahn engagiert sich Suzanne Noël auch für die Frauenrechte. So organisiert sie 1923 eine Demonstration, um die Frauen dazu aufzurufen, ihre Steuern als Protest gegen die Regierung, die ihnen weniger Rechte als den Männern zugesteht, nicht mehr zu zahlen. Sie gründet ebenfalls zahlreiche Außenstellen der amerikanischen feministischen Organisation Soroptimist in Europa. Dieser Verein setzt sich für die Frauenrechte ein und bringt berufstätige Frauen aus allen Bereichen zusammen.
Während des Zweiten Weltkriegs operiert sie die Gesichter von Widerstandskämpfern und Juden um, um ihnen bei der Flucht vor den Nazis zu helfen. Nach dem Krieg führt sie dann Operationen an den Gesichtern von Überlebenden aus den Konzentrationslagern durch. Als Pionierin der plastischen Chirurgie und renommierte Erfinderin hat Suzanne Noël die Geschichte der Wissenschaft geprägt und wurde dafür 1928 mit der Ehrenlegion ausgezeichnet. Sie verstarb im Jahr 1954.

Hedy Lamarr (1914-2000)
Hedy Lamarr erblickt 1914 als Tochter jüdischer Eltern das Licht der Welt. Sie wächst in einem intellektuellen, bürgerlichen Milieu in Wien auf. Das Reiten, die Musik und Opernbesuche zählen zu ihren Beschäftigungen. Von Kindheit an träumt sie davon, Schauspielerin zu werden. Mit 16 Jahren feiert sie dann ihr Debüt. Doch erfolgreich wird sie erst drei Jahre später mit dem Film Ekstase des tschechoslowakischen Regisseurs Gustav Machatý, der aufgrund der skandalösen Nacktszenen von Lamarr viel Aufruhr erregt. Ekstase öffnet ihr die Tore zur Filmwelt; ihm hat sie jedoch auch ihren provokanten Ruf zu verdanken, dessen sich die Schauspielerin nie wirklich entledigen wird können. Zugleich bewegt sich die junge Hedy in bürgerlichen, jüdischen Kreisen in Wien und macht die Bekanntschaft zahlreicher die damalige Kunstszene prägender Persönlichkeiten. 1933 flüchtet sie vor dem Nationalsozialismus und reist einige Zeit lang durch Europa, bevor sie sich in die Vereinigten Staaten aufmacht, wo sie viele ihrer Freunde aus Wien wiedersieht. Ihre Karriere im Filmgeschäft gleicht einer Achterbahnfahrt: Trotz der Vorbehalte des Direktors, der sie zu vulgär findet, wird sie eines der Aushängeschilder der Produktionsgesellschaft MGM. Ihr anhaltendes Image als „Femme Fatale“ verdankt sie den exotischen, mysteriösen Figuren, die sie in Filmen darstellt, aber auch ihrer Reputation als Diva und ihren in den Medien breitgetretenen Liebesfiaskos. Wenngleich sich Lamarr als Schauspielerin hervortut, ist sie ebenfalls eine große Erfinderin, die maßgeblich zur Entwicklung der damaligen Kommunikationstechnologien beiträgt. Während ihrer Ehe mit dem Waffenfabrikanten Friedrich Mandl zu Beginn der 1930er Jahre zeigt sie Interesse an seiner Arbeit und an der Funktionsweise von Waffen. Während dem Zweiten Weltkrieg möchte sie die Alliierten unterstützen und reicht im Alter von nur 27 Jahren ein Patent für eine Technologie ein, die die Verschlüsselung von Kommunikation ermöglicht. Diese revolutionäre Technologie, die zunächst von der Armee unbeachtet bleibt, da sie auf den ersten Blick unrealisierbar scheint, wird in den 1970er Jahren einen großen Beitrag zur Entwicklung von Kommunikationstechnologien leisten und stellt die Grundlage für das moderne W-LAN, GPS und Bluetooth dar. Ihr ganzes Leben lang wird sich Lamarr neben ihrer Schauspielkarriere in der Wissenschaft engagieren und für zahlreiche Erfindungen verantwortlich zeichnen. Die Erfinderin lebt jahrelang zurückgezogen, bevor sie im Jahr 2000 verstirbt.

Lucie Aubrac und Lotte Brainin

Lucie Aubrac und Lotte Brainin haben mit Inbrunst gegen den Faschismus gekämpft. Diese beiden Frauen teilen einen außergewöhnlichen Lebensweg, während dem sie mit Entschlossenheit gegen den Nationalsozialismus Widerstand geleistet haben. Auch im Verlauf ihres weiteren Lebens haben sie sich gegen Unterdrückung eingesetzt und diesen Wert anderen vermittelt.
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Lucie Aubrac (1912-2007)
Lucie Bernard wird 1912 in Paris geboren und engagiert sich in den 1930er Jahren neben ihrem Studium der Literatur und Geschichte aktiv im Kampf gegen den Faschismus, insbesondere innerhalb der kommunistischen Jugend. Nach ihrer Zulassung als Lehrerin 1938 zieht sie nach Straßburg um, um dort zu unterrichten. Hier macht sie auch die Bekanntschaft von Raymond Samuel, einem Tiefbauingenieur, den sie 1939 heiratet.
Das Paar engagiert sich von Beginn des Zweiten Weltkriegs an in der Résistance. Nachdem Raymond verhaftet wird, organisiert Lucie die Flucht ihres Mannes. Beide finden in Lyon Zuflucht, wo sie mehrere Widerstandskämpfer kennenlernen wie Jean Cavaillès, Emmanuel d’Astier de la Vigerie und Georges Zérapha. Unter verschiedenen Decknamen, darunter Aubrac, beteiligen sich Lucie und Raymond aktiv an verschiedenen Aktivitäten der Organisation La dernière colonne, so führen sie Sabotageaktionen durch, verteilen Flugblätter oder rekrutieren neue Mitglieder. Als Mitglied der Gruppe Libération-sud trägt Lucie ebenfalls zum Erscheinen der ersten Ausgabe der Zeitung Libération bei. Nachdem die Deutschen 1942 die südliche Demarkationslinie überschreiten, wird Raymond erneut zweimal verhaftet. Beide Male schafft es Lucie, durch Täuschung seine Freilassung und jene von mehreren seiner Kameraden zu erwirken.
Nach diesen letzten Geschehnissen flüchten die schwangere Lucie, ihr Mann und ihr erstes Kind 1944, kurz vor der Befreiung Frankreichs, nach London. Ab Juli 1944 arbeitet Lucie an der Einsetzung von Befreiungskomitees in den befreiten Gebieten mit. In den folgenden Jahrzehnten setzt sie ihr Engagement als Aktivistin insbesondere im Rahmen der Liga für Menschenrechte fort und nimmt ihre Tätigkeit als Lehrerin wieder auf. Sie wird mehrmals für ihrer Verdienste ausgezeichnet: So erhält sie die Médaille de la Résistance, den Titel Grand Officier der Ehrenlegion und den nationalen Verdienstorden der Klasse Großkreuz. Nach ihrem Ableben im März 2007 wird sie durch eine Gedenkzeremonie im Hôtel des Invalides geehrt.

Lotte Brainin (1920-2020)
Charolotte Sontag, geboren 1920 in Wien in eine aus Galizien geflüchtete Familie, engagiert sich sehr früh in der sozialistischen Jugendorganisation Rote Falken. Mit 14 Jahren tritt sie dem Kommunistischen Jugendverband Österreichs bei. Bereits ein Jahr später wird sie aufgrund ihres politischen Engagements festgenommen und verbringt drei Wochen in Haft. Nach dem Anschluss Österreichs an Nazideutschland befindet sich Lotte als Jüdin und politisch engagierte Kommunistin in einer besonders prekären Lage. Daher flieht sie über Köln und Aachen nach Belgien, wo sie sich schnell der Widerstandsgruppe Österreichische Freiheitsfront (ÖFF) anschließt. Für diese Gruppe macht sie vor allem die sogenannte „Mädelarbeit“, die darin besteht, mit deutschen Soldaten zu diskutieren, um sie vom Wahnwitz Hitlers zu überzeugen.
1943 wird Lotte gefasst und von der Gestapo gefoltert. Sie erzählt, von Fenster ihrer Zelle aus im Gefängnishof ihre Mutter ein letztes Mal gesehen zu haben. Anschließend wird sie nach Auschwitz-Birkenau geschickt, wo sie die Schrecken des Lagers entdeckt. Sie nimmt als Mitglied der Gruppe Union Kommando aktiv am Widerstand teil und unternimmt den Versuch, einen der Krematoriumsöfen in die Luft zu jagen. Zu Beginn des Jahres 1945 nimmt sie an einem Todesmarsch teil und wird anschließend ins das Konzentrationslager Ravensbrück verfrachtet, aus dem sie Ende April flüchten kann.
Lotte kehrt nach dem Krieg, nachdem sie ihre Eltern und zahlreiche Freunde verloren hat, nach Wien zurück. Hier trifft sie ihren späteren Ehemann Hugo Brainin, der während dem Krieg in Großbritannien Zuflucht gefunden hat und mit dem sie zwei Töchter haben wird. Zutiefst gezeichnet von ihren Erfahrungen in den Konzentrationslagern macht sie im Jänner 1947 beim Ravensbrück-Prozess eine Zeugenaussage und wird Mitglied verschiedener Vereine wie des Bundesverbands österreichischer Widerstandskämpfer und Opfer des Faschismus oder der Gruppe Ravensbrückerinnen. Am 12. November 2020 feiert Lotte ihren hundertsten Geburtstag. Aus diesem Anlass werden eine Zeremonie und eine von Bundespräsident Alexander Van der Bellen hochgelobte virtuelle Ausstellung organisiert. Kurz darauf, am 16. Dezember 2020, segnet Lotte Brainin das Zeitliche.

Zum Abschluss

Zum Abschluss dieser „Französisch-österreichischen Galerie der Heldinnen“ und aus Anlass des Internationalen Tages für die Rechte der Frau am 8. März präsentiert die Französische Botschaft in Österreich ein französisch-österreichisches Kurzvideo über Frauen der Gegenwart, die sich in ähnlichen Tätigkeitsfeldern engagieren. Diese Bereiche stehen jeweils mit den im Rahmen des Forums Generation Equality, das im Juni 2021 in Paris stattfinden wird, eingerichteten Aktionskoalitionen in Verbindung.

Die Gleichstellung von Frauen und Männern erfordert die Mobilisierung aller Akteure, auf nationaler wie auch internationaler Ebene. Vor diesem Hintergrund sind derzeit Verfechter der Frauenrechte von allen Kontinenten im Rahmen von sechs Aktionskoalitionen aktiv, die Staaten, internationale Organisationen, die Zivilgesellschaft, die Privatwirtschaft und Stiftungen zusammenbringen und deren Ziel das Erreichen von strukturellen Fortschritten in den folgenden Bereichen ist:
-  Kampf gegen Gewalt an Frauen,
-  sexuelle und reproduktive Gesundheit und damit verbundene Rechte und Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper,
-  wirtschaftliche Gerechtigkeit und Rechte,
-  feministische Aktion für Klimagerechtigkeit,
-  Innovation und Technologie für die Gleichstellung von Frauen und Männern und
-  feministische Bewegungen und Führungsstärke.

Das Forum Generation Equality stellt eine Gelegenheit dar, um die öffentliche Meinung angesichts des Erstarkens der Konservatismen und der ständigen Infragestellung der Frauenrechte durch eine wachsende Zahl an Staaten zu mobilisieren und dabei den Weg zu feiern, den wir seit der Konferenz in Peking 1995 zurückgelegt haben.

Genau über diesen Weg hin zur Generation Equality sprechen sechs Frauen, die in diesem Kurzvideo interviewt werden. Sie erklären uns, wieso sie Teil der Generation Equality sind und nennen uns ihren – vergangenen oder künftigen – Schlüsselmoment im Kampf für die Rechte von Frauen.

Rachel Khan war Spitzenathletin, bevor sie Juristin und anschließend Schauspielerin und Autorin wurde. Sie ist Co-Direktorin von „La Place“, einem kulturellen Hip-Hop-Zentrum der Stadt Paris.
Die Französin Nathalie Rouanet lebt seit 1990 in Österreich, wo sie als freiberufliche Übersetzerin, Autorin und unter dem Pseudonym Ann Air als Slam-Poetin aktiv ist.
Anne-Cécile Ortemann ist Brigadierin der französischen Streitkräfte und dort als stellvertretende Direktorin der Abteilung für Information und Kommunikation tätig.
Oberstleutnant Karoline Resch war die erste weibliche Offizierin an der österreichischen Landesverteidigungsakademie.
Sylvie Bruguière ist eine Expertin aus dem Lebensmittelsektor und derzeit Managing Director Andros Austria & Central Europe.
Die Österreicherin Martina Koberg hat ihre Karriere bei l’Oréal durchlaufen, wo sie derzeit Market Coordinator and Human Resources Director ist.

Dernière modification : 31/05/2021

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