Die Nacht der Ideen 2020: „Être vivant“ (30.01.20) [fr]

Am 30. Januar 2020 findet unter Koordinierung des Institut français zum fünften Mal die Nacht der Ideen statt.

Überall auf der Welt kommen Akteure aus den verschiedensten Bereichen – Intellektuelle, Forscher, Künstler – an den Partnerorten der Veranstaltung zusammen, um über das diesjährige Thema „Être vivant“ (dt.: „lebendig sein“) zu debattieren.

https://www.youtube.com/watch?v=qK2GmsJxCvU

Die Nacht der Ideen

Die Veranstaltung, bei der der Austausch von Ideen zwischen Ländern und Kulturen, Disziplinen und Generationen im Vordergrund steht, bietet jedes Jahr die Gelegenheit, sich über aktuelle Erkenntnisse zu informieren, jenen zuzuhören, die Ideen in sämtlichen Bereichen hervorbringen, und über die großen Themen unserer Zeit zu diskutieren.

Da die Gedankenwelt keine Grenzen kennt, sind alle Formate willkommen (Konferenzen, Theater, künstlerische Aktionen, Projektionen, Konzerte usw.). Alle Orte, sowohl die bedeutendsten als auch die ausgefallensten, sind eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen und ihre originellen Interpretationen des vorgegebenen Themas anzubieten.

Von einer Zeitzone zu nächsten findet die Nacht der Ideen Verbreitung in den sozialen Netzwerken, die sie zu einem globalen Ereignis machen. #lanuitdesidees

„Être vivant“

Dieses Thema rückt die Nacht der Ideen 2020 in den Mittelpunkt der Frage nach ökologischen Gleichgewichten und der Beziehung zwischen Mensch und Erde.

Es lädt ein zu Diskussionen über die Fragestellungen, die der technologische Wandel und die künstliche Intelligenz aufwerfen.

„Lebendig sein“ heißt auch, zu agieren, sich zu engagieren, seinem Handeln und seiner Existenz einen Sinn zu verleihen. Was bedeutet es, lebendig zu sein? Welchen Platz haben wir in der Welt der Lebewesen? Inwiefern verpflichtet uns das „lebendig Sein“ zum Handeln? Genau diesen Fragen wird sich die diesjährige Nacht der Ideen widmen.

Die Thematik der Lebewesen, biologischen Vielfalt und Umwelt hat 2020 eine zentrale Stellung auf der Weltbühne. Frankreich wird als Gastgeber des IUCN World Conservation Congress im Juni 2020 in Marseille in diesem Bereich eine führende Rolle spielen. Der Kongress wird im Vorfeld der im Oktober 2020 in Kunming, China stattfindenden 15. Konferenz der Vertragsparteien des Übereinkommens über die Biologische Vielfalt (COP15) tagen.

In Österreich

Am 30. Jänner 2020, während der "Nacht der Ideen", wird sich das Institut français d’Autriche mit der Frage beschäftigen::
"Was Bäume uns zuflüstern oder: Wie wir unseren Bezug zum Lebendigen neu denken können?"

Die wissenschaftliche Forschung der letzten Jahre lässt uns Bäume in einem ganz neuen Licht betrachten: Über lange Zeit hinweg wurden diese nur als „Roboter der Natur“ angesehen, die Sauerstoff und Holz produzieren; jüngste wissenschaftliche Studien haben aber nun gezeigt, dass Wälder komplexe Systeme darstellen, die wie menschliche Gesellschaften organisiert sind und über eine sogenannte pflanzliche Intelligenz verfügen.

Könnten Bäume - von denen wir heute wissen, dass ihr Verhalten jenem sozialer Wesen ähnelt – dazu beitragen unsere Art der Interaktion ganz neu zu denken, nicht (nur) die zwischenmenschliche, sondern generell die Interaktion zwischen allem Lebendigen - im Interesse eines Gleichgewichts zwischen Mensch und Umwelt?
Zahlreiche Gäste wie der französische Soziologe Raphaël Larrere, die österreichische Biologin Sophie Ette, die französische Diplomatin Tiphaine Chapeau, der französische Tierschutzspezialist Jean-Loup Rault und der schweizerische Künstler Klaus Littmann kommen dabei zu Wort und werden sich an diesen Überlegungen und am Dialog mit dem Publikum beteiligen.

Mehr Infos : institutfrancais.at

Das weltweite Programm der Nacht der Ideen finden Sie unter: www.lanuitdesidees.com/fr/program

Dernière modification : 17/01/2020

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