31.1.11: Französischer G8 und G20-Vorsitz: "Eine neue G8" [fr]

Haushaltsminister Michel Baroin erklärt die von Frankreich gewählte Methode und unterstreicht die Wichtigkeit der G8

WELCHE METHODE FÜR DEN FRANZÖSISCHEN VORSITZ?


* Frankreich hat für seinen Vorsitz einen offenen Stil gewählt, der mit Teamgeist Partner eng aneinander knüpft um gemeinsam mit ihnen zu einem Konsens bei diesen schwierigen Fragen zu finden. In den letzten Wochen hat Staatspräsident Nicolas SARKOZY den Staats- und Regierungschefs der G20-Partner und anderen darüber hinaus viel Zeit gewidmet

Die deutsche Kanzlerin Angela MERKEL wird einer Arbeitsgruppe über die Reform des internationalen Währungssystems vorsitzen. Der chinesische Präsident HU JINTAO hat sich einverstanden erklärt, kommenden März in China ein Seminar zum Währungsthema abzuhalten.

Der russische Präsident Dimitri MEDVEDEV will sich gerne speziell bei der Frage der Mißstände an den Rohstoffmärkten einsetzten.

Der britische Premierminister David CAMERON bereitet die Agenda über die Reform der globalen Steuerung auf.

* Frankreich hat beschlossen, auch Länder hinzuzuziehen, die nicht zur G20 zählen. Staatspräsident Nicolas SARKOZY hat sich zu diesem Zweck zum Gipfeltreffen der Frankophonie im Oktober 2010 in Montreux begeben, sowie am 30. Januar dieses Jahres nach Addis Abeba (Äthiopien) zum Gipfeltreffen der Afrikanischen Union. Auch zahlreiche Akteure aus der Zivilgesellschaft wollte Frankreich bei seinem G20 und G8-Vorsitz involviert haben: NGOs, Spezialisten, Wirtschaftsfachleute, Forscher, französische und internationale Sozialpartner, Unternehmer, anerkannte Persönlichkeiten, mit denen der Staatspräsident in regem Austausch steht.

UND DIE G8?


Die G8 und die G20 sind zwei komplementäre Plattformen. Frankreich präsentiert die Idee einer „neuen G8“, die sich mehr um strategische Themen zentrieren sollte:

* Neue gemeinsame Herausforderungen, speziell Internet und die Grüne Entwicklung: zum ersten Mal sprechen Staats- und Regierungschefs Themen in Zusammenhang mit Internet an. Frankreich wird noch vor dem Gipfel in Deauville ein Forum mit den wichtigsten IT-Wirtschaftsträgern der G8 einrichten.

* Der Friede und die internationale Sicherheit: über die politischen Themen hinaus (Iran, Nahost, Afghanistan, Pakistan, Atomwaffensperrvertrag…), wird der Frankreich-Vorsitz ein besonderes Augenmerk auf die verstärkte internationale Kooperation im Bereich des Drogenverkehrs zwischen lateinamerikanischen Ländern, Westafrika und Europa richten, sowie auf den Kampf gegen den Terror, insbesondere in der Sahelzone.

* Die Partnerschaft mit dem afrikanischen Kontinent: der französische Vorsitz möchte die Partnerschaft bezüglich der gemeinsamen Verantwortung ausbauen. Die G8 soll über das Engagement in punkto Gesundheit und Ernährungssicherheit berichten, und Afrika wird seinerseits Bilanz führen darüber, was umgesetzt wurde und wo Hindernisse bei der Entwicklung auftreten. Es geht allgemein darum, die Hilfe effizienter zu gestalten.

Lesen Sie dazu das Gespräch mit dem Haushaltsminister Michel Baroin, unter dem Titel „G8-G20: ein realistischer und ehrgeiziger französischer Vorsitz“ im PDF-Format (Sprache: Englisch)

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„G8-G20: ein realistischer und ehrgeiziger französischer Vorsitz“ im PDF-Format (Sprache: Englisch) (PDF - 69.2 kB)

Dernière modification : 27/10/2011

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